Die Schweizer Feuerwehr rückt an und die DLRG Bezirk Steinfurt mit RUND ist mittendrin
Am 19.01.2026 machten sich rund 50 Darsteller aus ganz NRW auf den Weg nach Weeze zur Großschadenslagenübung der Feuerwehr des Kanton Zürich – darunter auch Kräfte des DLRG Bezirks Steinfurt, die eine zentrale Rolle im Bereich RUND einnahmen.
Das Szenario: Ein schweres Erdbeben im Raum Düsseldorf. Die örtlichen Einsatzkräfte waren bereits seit Stunden im Einsatz, als die Stadt Weeze – im Randgebiet des Bebens – internationale Unterstützung anforderte. Rund 400 Feuerwehrkräfte aus der Schweiz rückten an, übernahmen nach kurzer Übergabe die Einsatzleitung und wurden direkt in ein hochdynamisches Einsatzgeschehen eingebunden.
Auf dem Gelände der Training Base Weeze erwarteten sie realitätsnahe und anspruchsvolle Einsatzlagen. Von brennenden Kesselwagen über eingestürzte Gebäude bis hin zu komplexen MANV-Lagen – die Einsatzkräfte wurden über 72 Stunden hinweg an ihre Belastungsgrenzen geführt. Parallel dazu sorgten die realistischen Unfalldarsteller (RUND) der DLRG für eine intensive und authentische Übungsumgebung.
Der DLRG Bezirk Steinfurt war hierbei maßgeblich beteiligt:
Mit zwei RUND-Leitern war der Bezirk aktiv in die Organisation eingebunden und gestaltete die Abläufe entscheidend mit. Darüber hinaus waren drei Darsteller aus dem Bezirk Steinfurt über die komplette Übungsdauer von 72 Stunden vor Ort und jederzeit einsatzbereit. Besonders hervorzuheben ist, dass der Bezirk in der Organisation des gesamten RUND-Bereichs vor Ort war und damit eine tragende Rolle in der Koordination der Darsteller übernahm.
Das fünfköpfige Leitungsteam der RUND koordinierte auf Zuruf der Übungsleitung die zahlreichen Darsteller, die – genau wie die Einsatzkräfte – durchgehend im Einsatz waren. Unterstützung erhielten sie zur Hauptübung zusätzlich von zwei Schulklassen aus der Region.
Ein Höhepunkt der Übung war eine MANV-100-Lage am Dienstagabend, bei der drei Reisebusse im Rahmen einer Evakuierung verunfallten. Hier waren neben der Feuerwehr auch Einheiten des DRK und weitere Organisationen eingebunden.
Nach intensiven 72 Stunden wurde die Einsatzleitung am Donnerstag wieder an die deutschen Kräfte übergeben. Die Bilanz: 83 Einsätze, davon 79 mit Patienten – und unzählige wertvolle Erfahrungen für alle Beteiligten.
Die Leistung der RUND-Darsteller, wurde vor Ort mehrfach hervorgehoben. Die realistische Darstellung trug maßgeblich zum Erfolg der Übung bei. Auch im Nachgang wurde die Arbeit durch die Schweizer Feuerwehrführung ausdrücklich gelobt.
Die Übung bleibt für alle Beteiligten als intensive, fordernde und zugleich erfolgreiche Erfahrung in Erinnerung – und zeigt einmal mehr, wie wichtig gut organisierte und realitätsnahe Ausbildung ist.



